Der Fushimi Inari-Taisha, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kyoto zählt, ist einer der meistbesuchten Shintō-Schreine Japans. Der Schrein, der bereits im Jahr 711 n. Chr. gegründet wurde, ist dem Gott Inari gewidmet, der als Schutzpatron für Reis, Fruchtbarkeit, Wohlstand und Handel gilt.
Es handelt sich um den Hauptschrein von über 30.000 Inari-Schreinen, die sich im ganzen Land befinden.
Der Fushimi Inari-Schrein ist berühmt für seine rund 10.000 leuchtend roten Torii-Tore, die sich wie ein endloser Tunnel den bewaldeten Berg Inari hinaufziehen.
Der etwa vier Kilometer lange Weg durch diese sogenannten „Senbon Torii” („Tausend Tore”) führt durch eine mystische Landschaft mit kleinen Nebenschreinen, Opferstätten und herrlichen Aussichtspunkten über Kyoto. Für die gesamte Wanderung zum Gipfel sollte man etwa zwei bis drei Stunden einplanen.
Überall auf dem Gelände begegnet man Fuchs-Statuen, sogenannten Kitsune, die in der japanischen Mythologie als göttliche Boten des Inari gelten.
Sie tragen oft Schlüssel, Schriftrollen oder Juwelen im Maul und symbolisieren so Weisheit, Fruchtbarkeit und Schutz. Viele der Torii-Tore wurden von Gläubigen oder Unternehmen gestiftet, und zwar als Dank für Glück oder geschäftlichen Erfolg.
Der Schrein ist ganzjährig geöffnet und rund um die Uhr zugänglich, wobei der Eintritt kostenlos ist. Besonders reizvoll ist ein Besuch am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung, wenn die Wege ruhig sind und sich der Wald in eine fast magische Kulisse verwandelt.
Der Fushimi Inari-Taisha, der auch Drehort für den bekannten Film "Die Geisha" (2005) war, dient regelmäßig als Inspiration für Anime, Manga und Videospiele.
Der Schrein ist nur wenige Minuten vom Bahnhof Kyoto entfernt (Haltestelle: Fushimi-Inari). Ein Besuch lässt sich ideal mit einer Stadtbesichtigung oder einem Ausflug zu anderen kulturellen Highlights wie dem Goldenen Pavillon oder Nara kombinieren, die nur eine kurze Fahrt entfernt liegen.