1. Tag Flug nach Bilbao
Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen und Flug nach Bilbao, wo Sie Ihr Studiosus-Reiseleiter im luftig-leichten Flughafenterminal von Stararchitekt Santiago Calatrava empfängt. Nach dem futuristischen Auftakt geht es gegen 14 Uhr weiter nach Pamplona, der Hauptstadt Navarras. 160 km. Wenn im Juli die Stiere durch die Straßen laufen, steht die ansonsten eher beschauliche Stadt am Jakobsweg Kopf. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel stimmen wir uns auf die Reise ein. Zwei Übernachtungen in Pamplona.
Verpflegung: A
Städte
Bilbao
Pamplona
2. Tag Klostermauern und Pilgerspeisen
Ein Kloster wie jedes andere oder ein spirituelles Erlebnis? Das entscheiden Sie nach unserer ersten Visite auf dem Jakobsweg (UNESCO-Welterbe) am Kloster San Juan de la Peña. Dort hüteten Mönche hinter dicken Mauern, so die Legende, den Heiligen Gral. Mittags stärken wir uns wie die Spanier: Ihr Reiseleiter lässt "raciones" auftischen, köstliche Portionen zum Teilen. Nachmittags erweckt er die steinernen Bildergeschichten am Portal der Klosterkirche in Leyre zum Leben. 220 km. Abends gehen Sie individuell auf kulinarische Entdeckungsreise.
Verpflegung: F, M
Sehenswürdigkeiten
Kloster San Juan de la Peña
3. Tag Kunstsinnig und weinselig durch Navarra
Ernest Hemingway ließ sich in Pamplona von Stieren jagen. Wir folgen den Spuren des Schriftstellers in sein Stammcafé auf einen Café cortado. Es folgt Rätselraten beim kurzen Stopp vor der Kirche von Eunate: Baute tatsächlich der geheimnisvolle Templerorden das achteckige Gotteshaus? Schon im Mittelalter half manch guter Tropfen, über wunde Füße und Pilgerschweiß hinwegzusehen. Ihr Reiseleiter lädt gleich unterwegs zur Weinprobe mit feinen Weinen aus La Rioja ein. Weiterfahrt nach Laguardia. 100 km.
Verpflegung: F, A
Städte
Pamplona
4. Tag Moderne und Mittelalter
In den Weinbergen der Rioja reifen beste Trauben neben Architekturträumen. Wie es Frank O. Gehry in die spanische Provinz verschlug, weiß Ihr Reiseleiter. Das Gackern von Hühnern empfängt uns in der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada – das Geheimnis rund um Federvieh und heilige Eier wollen wir ergründen. Stolz und kühn reckt sich anschließend vor uns die Kathedrale von Burgos (UNESCO-Welterbe) in den Himmel – mit einer Schatzkammer des Mittelalters. Nachmittags spazieren wir durch diese wichtige Stadt am Jakobsweg und staunen über die feinen gotischen Stilelemente. 130 km. Die herzhafte Küche Kastiliens lassen wir uns abends gemeinsam im Restaurant schmecken. Zwei Übernachtungen in Burgos.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Catedral del Salvador
Städte
Ávila
Burgos
Santo Domingo de la Calzada
5. Tag Im Herzen Kastiliens
In der Abtei von Santo Domingo de Silos begegnet uns der Geist der Romanik. Die Klosterbrüder stürmten in den 1990er Jahren die Charts mit gregorianischen Gesängen, die Ihr Reiseleiter Ihnen per Audioset ins Ohr schickt. Dann spazieren wir zwischen knorrigen Steineichen und plätschernden Bächen in die Schlucht von Yecla. In Covarrubias, der Wiege Kastiliens, entdecken wir ein spannendes Kapitel spanischer Geschichte. Fahrtstrecke 130 km. Zurück in Burgos entscheiden Sie beim individuellen Abendessen, was auf den Tisch kommt.
Verpflegung: F
Städte
Burgos
6. Tag Kastilien aus dem Bilderbuch
Vom alten Wegkreuz an der Straße nach Iglesias spazieren wir auf dem Pilgerweg nach Hontanas (1 Std., leicht) über die Meseta, die kastilische Hochebene. Auf den Kapitellen der Martinskirche in Frómista turnen Affen, Esel und Vögel. Was die steinernen Geschichten den Pilgern des Mittelalters erzählten, weiß Ihr Reiseleiter. Über Sahagún geht die Reise weiter nach León. 200 km. Dort erwarten uns abends kastilische Spezialitäten im Restaurant Adonías del Pozo. Zwei Übernachtungen in León.
Verpflegung: F, A
Städte
León
Sahagún
7. Tag León, Stadt der Könige
Beeindruckender Tagesauftakt: die Glasfenster der gotischen Kathedrale, deren Lichter für uns tanzen. Wer entdeckt das Dudelsack spielende Schwein im Chorgestühl? Danach gönnen wir uns einen Auffrischungskurs Neues Testament vor den farbenfrohen Fresken von San Isidoro. Romanische Kunst wie im Bilderbuch. Der Nachmittag und der Abend gehören Ihnen – snacken Sie sich doch durch die Tapasbars!
Verpflegung: F
Sehenswürdigkeiten
Basilika San Isidoro
Städte
León
8. Tag Ein altes Pilgerritual
Mitten in der kastilischen Provinz hat kein Geringerer als Antoní Gaudí seine Spuren hinterlassen. Am Bischofspalast von Astorga sehen wir seine Formensprache (Außenbesichtigung). Warum erlebte das Pilgern im 21. Jahrhundert ein unverhofftes Comeback? Der Herbergsvater der Pilgerunterkunft Las Aguedas beantwortet unsere Fragen zum Pilgerweg, während wir uns im Garten beim Picknick stärken. Dann wollen wir den Camino wieder selbst erleben und wandern (1 Std., leicht) auf Feldwegen nach El Ganso! Im Bus in die Berge: Wie die Pilger haben wir einen Stein dabei und werfen auf dem Pass am Eisenkreuz (1500 m) symbolisch unseren Seelenballast ab. In Ponferrada begegnen wir wieder den Templern, dem mythenumwobenen Orden. Durch die Weinberge des Bierzos rollen wir bis vor die Haustür des Paradors von Villafranca, unsere Herberge für die Nacht. Fahrtstrecke 130 km.
Verpflegung: F, A, P
Städte
Astorga
Ponferrada
9. Tag Das grüne Spanien - Galicien
Über den Pass von Cebreiro (1300 m) müssen sich die Pilger quälen. Wir fahren entspannt mit dem Bus ins grüne Galicien! Eine Belohnung darf es dennoch sein: Wir kosten die Tarta de Santiago - Mandelkuchen auf galicisch. Vorbei an Wegkreuzen und Getreidespeichern geht die Fahrt durch galicisches Bauernland bis vor die Tore von Santiago de Compostela. Wer wird heute Pilgerkönig und erspäht am Monte do Gozo die Kathedrale als Erster? Überwältigt blicken wir auf das Ziel der Reise. In Santiago weiht uns Alexandre in die Geheimnisse der Gaita, des galicischen Dudelsacks, ein. Und Sie dürfen ihn mit Fragen zum Leben in der Pilgerstadt löchern. Abends gehen Sie selbst auf kulinarische Entdeckung. 190 km. Drei Übernachtungen in Santiago de Compostela.
Verpflegung: F
Sehenswürdigkeiten
Kathedrale von Santiago de Compostela
Städte
Santiago de Compostela
10. Tag Pilgermesse in der Kathedrale
Santiago (UNESCO-Welterbe) – eine Stadt wie eine Theaterkulisse mit dem heiligen Jakobus als Superstar und einer Statistenschar aus Pilgern, Studenten, Straßenmusikern und Touristen. Auch unser erstes Ziel heute: die Basilika! Dann streifen wir über den Markt: Obst und Käse, quicklebendige Hühner und träge krabbelnde Krebse wechseln die Besitzer. Am Nachmittag machen Sie Ihr eigenes Programm: Wenn es statt Mittelalter mal Moderne sein darf – im CGAC finden Sie zeitgenössische Kunst. Oder shoppen Sie bei Zara & Co. – Modemarken aus Galicien. Wer mag, feiert mit den Pilgern die Abendmesse. Bei festlichen Orgelklängen, Gesängen und Weihrauchduft sind alle Strapazen der Wallfahrt vergessen. Und: Probieren Sie am freien Abend unbedingt Pulpo, gekochten Oktopus!
Verpflegung: F
11. Tag Kap Finisterre, das Ende der Welt
Land der Stürme und Nebelschwaden mit postkartenschönen Buchten. Bei Muros lassen wir uns während des Strandspaziergangs kräftig durchpusten. Dann können Sie nach Lust und Laune schlemmen, was den Fischern ins Netz ging oder die Muschelbänke hergaben. Zu Percebes, Entenmuscheln, passt ein frischer galicischer Weißwein! Danach nehmen wir Kurs aufs mittelalterliche "Ende der Welt", das Kap Finisterre. Wo könnte man besser mit einem Cava anstoßen? Zurück in Santiago erinnern wir uns beim Abschiedsessen im Restaurant an unseren Jakobsweg – viel zu schnell verging die Zeit! 200 km.
Verpflegung: F, A
Städte
Finisterre
12. Tag Abschied von Spanien
Vormittags haben Sie noch Zeit für eigene Unternehmungen. Nachmittags Rückflug von Santiago de Compostela nach Frankfurt.
Verpflegung: F
Der angezeigte Reiseverlauf und die Hotels beziehen sich auf den angegebenen Abreisetermin. Bei anderen Terminen dieser Reise können sich Reiseverlauf und Hotels ändern.
(F=Frühstück, M=Mittag, P=Picknick, A=Abendessen)
(F=Frühstück, M=Mittag, P=Picknick, A=Abendessen)
Städte
Santiago de Compostela