Im Nordwesten Ruandas liegt der Volcanoes-Nationalpark, der den ruandischen Teil des Virunga-Vulkanmassivs bildet.
Diese beeindruckende Bergkette besteht aus erloschenen und aktiven Vulkanen. Die Landschaft wird geprägt von dichten Nebel- und Bambuswäldern, steilen Hängen und weiten Hochlandflächen.
Der Park ist international bekannt, weil Besucher dort die letzten Berggorillas der Welt in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können.
Auch die seltenen Golden Monkeys (Cercopithecus kandti), eine nur in den Virunga-Bergen vorkommende Primatenart, sowie zahlreiche weitere Tier- und Vogelarten leben hier.
Die Anreise erfolgt meist über den Flughafen Kigali. Von dort aus erreicht man den Park in etwa zwei bis zweieinhalb Stunden über gut ausgebaute Straßen.
Die nahegelegene Stadt Musanze dient als regionales Zentrum und Ausgangspunkt für Trekkingtouren.
Die Permits sind streng geregelt, um die Tierwelt zu schützen.
Für das Gorilla-Tracking werden hohe, aber wichtige Schutzgebühren fällig, während das Beobachten der Golden Monkeys kostengünstiger ist.
Beide Erlebnisse werden ausschließlich in kleinen Gruppen und mit erfahrenen Rangern durchgeführt, um die Tiere nicht zu stören.
Neben den Tierbeobachtungen bietet der Nationalpark zahlreiche weitere Möglichkeiten. Wanderungen zu Vulkanseen, anspruchsvolle Besteigungen wie zum Mount Bisoke oder mehrtägige Touren auf den Karisimbi ermöglichen tiefe Einblicke in die einzigartige Natur der Region, die es zu entdecken gilt.
Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Grabstätte der Forscherin Dian Fossey.
Die beste Reisezeit liegt in den trockeneren Monaten von Juni bis September sowie von Dezember bis Februar. In diesen Zeiträumen sind die Wege besser begehbar und die Sicht klarer.
Der Volcanoes-Nationalpark ist ein Vorzeigebeispiel für erfolgreichen Naturschutz.
Ein Teil der Einnahmen aus den Permits fließt direkt in lokale Gemeinden, Rangerprogramme und Projekte, die dem Schutz der Tierwelt dienen.