Studiosus bietet einmalig vielfältigen Urlaub in mehr als 100 Ländern weltweit und ist bekannt für die hohe Qualität seiner Reiseleiterinnen und Reiseleiter, deren Auswahl, Aus- und Weiterbildung nach internationalen Qualitätsstandards zertifiziert sind.
Flug bereits inklusive
11-tägige Studienreise durch Ägypten
In Kairo, Luxor & bei einer Nilkreuzfahrt Ägypten entspannt entdecken
Pyramiden, Grand Egypten Museum & Karnak Tempel erleben
In entspanntem Rhythmus entdecken Sie die Wunder Ägyptens: lebendiges Kairo mit Kirchen, Basaren und dem Großen Ägyptischen Museum, gefolgt von einer Nilreise voller Magie. Entlang des Flusses begegnen Sie Tempeln und Gräbern, besuchen das Tal der Könige und den Tempel der Hatschepsut, tauchen ein in die Welt von Horus, Isis und Sobek sowie in die Kultur der Nubier. Begegnungen und orientalische Aromen machen diese Reise durch die Jahrtausende unvergesslich.
1. Tag Willkommen in Kairo!
Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen und Flug mit Egyptair nach Kairo, alternativ Flug mit Austrian, Swiss oder mit Lufthansa. Wann immer Sie in Ägypten landen, für den Transfer zum Hotel ist gesorgt.
Drei Übernachtungen in einem Hotel direkt am Nil.
Städte
Kairo
2. Tag Kontraste der Megacity
Gleich am Morgen ein bisschen Hochkultur: Das Alte Ägyptische Museum präsentiert uns einen unfassbaren Reichtum an einzigartigen Artefakten. Danach stürzen wir uns ins Alltagsleben: Wolkenkratzer neben Minaretten, Shoppingmalls neben kleinen Geschäften begegnen uns auf unserer Tour durch die Metropole der Kontraste. In der Ibn-Tulun-Moschee, einer der ältesten und größten Moscheen der Welt, zaubert Ihnen Ihr Studiosus-Reiseleiter via Audioset den Ruf der Muezzins ins Ohr. Die Klangkulisse des Orients setzt sich fort auf dem Basar, wo Händler wild durcheinanderschreien. Bunte Stoffe leuchten für uns um die Wette, es duftet nach exotischen Gewürzen. Nachmittags gibt sich jeder seiner eigenen Urlaubslaune hin. Beim gemeinsamen Abendessen lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Ägyptisches Museum in Kairo
Städte
Kairo
3. Tag Die Pyramiden von Gizeh
Vor uns erhebt sich das letzte erhaltene Weltwunder der Antike aus dem Wüstensand: die Pyramiden von Gizeh. Über zwei Millionen Steinblöcke zum Himmel zu schichten, wie war das möglich? Ihr Reiseleiter verrät Details der Baugeschichte und das Geheimnis der Beständigkeit, um das der Sphinx die großen Bauwerke nur beneiden kann. Das sehen wir an den Spuren der Erosion. Feinste Reliefs finden wir im Grab der Meresanch III. Nachmittags ist Relaxen angesagt. Testen Sie den Hotelpool oder schauen Sie auf die Roda-Insel mit dem Manial-Palast, einst Wohnsitz des Cousins von König Faruk. Vielleicht interessiert Sie auch der historische Nilometer?
Extratour: Möchten Sie eigene Wege gehen? Studiosus hat immer wieder Alternativen zum Programm für Sie vorbereitet. Falls Sie Gizeh schon einmal besucht haben, könnten Sie die Pyramiden gegen einen Besuch im Nationalmuseum für ägyptische Zivilisation tauschen. Es zeigt Exponate aus allen Phasen der menschlichen Kultur in Ägypten.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Pyramiden von GizehSphinxMuseum für Ägyptische Zivilisation
Städte
GizehKairo
4. Tag Karnak und Luxor
Zeitiger Flug nach Luxor. In der Tempelstadt Karnak regierte einst Amun, der Götterkönig. Ihm folgten die Pharaonen des Neuen Königreichs, und mit ihnen entstanden Paläste, Tempel, Pylonen – und ein Wald von über hundert Säulen. Hier öffnet Ihnen Ihr Reiseleiter Spalt für Spalt das Tor zur Pharaonenwelt. Er entschlüsselt in Stein gehauene Verse, erzählt die Geschichten der Statuen, kennt alte Rituale. Mittags beziehen wir unser Nilschiff, wo wir uns am freien Nachmittag gemütlich einrichten können. Rücken Sie den Deckchair in die Sonne, genießen Sie den Fahrtwind, den Blick über die grüne Uferoase oder versinken Sie in einem Werk des ägyptischen Literaturnobelpreisträgers Nagib Machfus. Abends begegnen wir Amun noch einmal im stimmungsvoll beleuchteten Luxor-Tempel!
Vier Übernachtungen an Bord der Queen of Hansa.
Verpflegung: F, M, A
Sehenswürdigkeiten
Karnak-TempelTempel von Luxor
Städte
Luxor
5. Tag Im Tal der Könige
In kühler Morgenluft aus den Federn! Mit einem Motorboot nehmen wir Kurs auf Theben-West. Hier fand der erste Sitzstreik der Weltgeschichte statt - Ihr Reiseleiter verrät die Hintergründe. Aus der Ferne grüßen uns schon die Memnonkolosse. Wäre im heutigen Ägypten eine Frau als Präsidentin denkbar, fragen wir uns beim Terrassentempel der Hatschepsut, der einzigen "Frau Pharao" der Geschichte. Dann wenden wir uns wieder ihren männlichen Kollegen zu: im Tal der Könige, das uns die Jenseitsvorstellungen der Antike gegenwärtig macht. Die prächtigen Grabmalereien in Kurna erzählen vom noblen Leben der hohen Beamten im Altertum. Gegen Mittag legt unser Schiff wieder ab und fährt nilaufwärts.
Extratour: Wer heute lieber relaxen möchte: Statt Theben-West zu besuchen, können Sie auch einen entspannten Spaziergang entlang der Nilpromenade unternehmen. Anschließend genießen Sie im historischen Winter Palace Hotel einen leuchtend roten Karkadee, den traditionellen Tee aus Hibiskusblüten, und schlendern erfrischt durch den wunderschönen Garten.
Verpflegung: F, M, A
Sehenswürdigkeiten
MemnonkolosseTal der Könige
Städte
Luxor
6. Tag Edfu und Kom Ombo
Ein magischer Ort öffnet sich im frühen Morgenlicht: der Tempel von Edfu, über dem der falkenköpfige Horus wacht. Später treffen wir Kapitän Rais Mahmoud auf seiner Kommandobrücke. Er zeigt uns seinen Arbeitsplatz und erzählt vom Leben auf dem Fluss. Im Kom-Ombo-Tempel, in eine Schleife des Nils geschmiegt, lernen wir den Krokodilgott Sobek kennen und lassen uns in die Welt der Hieroglyphen entführen. Der Nil trägt uns weiter nach Assuan, wo Agatha Christie ihren "Tod auf dem Nil" plante.
Verpflegung: F, M, A
Sehenswürdigkeiten
Doppeltempel von Kom OmboHorus-Tempel
Städte
Kom Ombo EdfuAssuan
7. Tag Mit geblähten Segeln
Umgeben von Palmen und dem Duft blühender Pflanzen begrüßt uns eine Ramses-Kolossalstatue in der Haupthalle des Nubischen Museums. Hier fanden einzigartige Kulturschätze aus dem alten Reich der Nubier Zuflucht vor drohenden Überflutungen durch den Assuan-Staudamm. Nachmittags segeln wir, wenn es der Wind erlaubt, mit einer Feluke um die Botanische Insel. Der Blick schweift über den glitzernden Nil, schwarze Granitfelsen, üppiges Grün. Dahinter: die goldenen Sanddünen der Wüste.
Extratour: Eine Segeltour mit der Feluke ist Ihnen zu beschaulich? Dann steigen Sie doch stattdessen auf halber Strecke auf ein Motorboot um und testen Sie die Stromschnellen des ersten Nilkataraktes zwischen den Felseninseln. Dazu eine nubische Teatime mit gewürztem Tee, Sesamstangen und Dattelkeksen (ca. 25 €).
Verpflegung: F, M, A
Sehenswürdigkeiten
Assuan-Staudamm
Städte
Assuan
8. Tag Hochdamm und Philae
Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von unserer Queen of Hansa, schließlich wartet der Nassersee auf uns. Wie viel Fluch und wie viel Segen bescherte der Hochdamm von Assuan dem Land? Später bringen uns Bus und Boot zum umgesiedelten Tempel von Philae (UNESCO-Welterbe), der versteckt zwischen Nilakazien und Oleanderbüschen auf einer Nilinsel liegt. Auf der benachbarten Insel Bigeh ist vor einigen Jahren ein umweltfreundliches nubisches Dorf entstanden - unterstützt von der Studiosus Foundation. Hier empfängt uns Herr Abbady und erzählt uns von nachhaltiger Energie- und Wasserversorgung. Wir spazieren über gedeihende Felder – hier wächst nubische Zukunft. Check-in im Hotel, und der Nachmittag gehört Ihnen. 45 km.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Nasser See Tempelkomplex mit Tempel Philae
Städte
Insel AgilkiaAssuan
9. Tag Ins alte Kairo
Flug zurück nach Kairo. Zuerst schauen wir in Alt-Kairo in die Abu-Serga-Kirche: Entstanden ist sie aus einer Höhle, die der Legende nach der Heiligen Familie Schutz geboten hat. Dagegen nimmt sich die koptisch-orthodoxe Hängende Kirche sehr exponiert aus, ist sie doch über die Türme einer römischen Festung gebaut. Im Inneren erwartet uns ein Reich der Ikonen! Über allem aber thront erhaben die Zitadelle von Saladin, die uns bei klarem Wetter einen herrlichen Fernblick über die Stadt bis zu den Pyramiden schenkt.
Zwei Übernachtungen in einem Hotel am Nilufer.
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Hängende KircheZitadelle von Saladin
Städte
Kairo
10. Tag Grand Egyptian Museum
Von Pyramiden inspiriert ist die Alabasterfassade des Grand Egyptian Museum, in dem uns die monumentale Ramses-Statue zeigt, was Größe heißt. Gigantisch ist die ganze Sammlung, aus der Ihnen Ihr Reiseleiter gezielt die schönsten Stücke herauspickt: bis hin zum weltberühmten Schatz von Tutanchamun. Nach diesem fulminanten Finale versinken wir beim Abschiedsessen noch einmal in den bunten Aromen der orientalischen Küche. Der Duft nach Kreuzkümmel, Minze und Koriander dürfte ebenso in Erinnerung bleiben wie das magische Flair dieses Landes.
V
Verpflegung: F, A
Sehenswürdigkeiten
Grand Egyptian Museum
Städte
Gizeh
11. Tag Massalama ... gute Reise!
Gäste von Egyptair haben ihren Rückflug vormittags, Ankunft am Nachmittag. Am Nachmittag fliegen die Lufthansa-Gäste nach Frankfurt, mit Ankunft am Abend. Gäste mit Austrian und Swiss starten nachmittags nach Wien bzw. nach Zürich, Ankunft am Abend.
Rund 2,5 Millionen Besucher strömen jedes Jahr in das Ägyptische Museum
der Hauptstadt Kairo, welches das größte Museum für altägyptische Kunst
weltweit ist. 1902 wurde es eröffnet, der Architekt war der Franzose Marcel Dourgnon, welcher es im neoklassischen Stil errichten ließ. Das Ägyptische Museum befindet sich in der Innenstadt Kairos am Al-Tahrir-Platz. Die
Ausstellung beherbergt über 120.000 Artefakte, darunter zahlreiche
Mumien von Pharaonen wie Ramses II. Zu den bekanntesten
Ausstellungsstücken zählen allerdings die Funde aus dem Grab
Tutanchamuns, wobei das berühmteste Exponat wohl die goldene Totenmaske
Tutanchamuns ist. Bei der Ägyptischen Revolution 2011 kam es leider zu
zahlreichen Plünderungen und Beschädigungen der Sammlung, seither werden
acht Ausstellungsstücke vermisst.
Pyramiden von Gizeh
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens gehören ganz zweifellos
die Pyramiden von Gizeh, die größte und älteste in diesem Komplex die
Cheops-Pyramide, welche deshalb auch oft als Große Pyramide bezeichnet
wird. Sie ist zudem auch die größte Pyramide der Erde. Errichtet
wurde sie im Auftrag des Pharao Cheops zur Zeit der 4. Dynastie im Alten
Reich also zwischen 2639 bis 2504 v. Chr. Die Fertigstellung des Baus
datieren Forscher auf das Jahr 2580 v. Chr.
Zusammen mit ihren
beiden Schwestern, der der Mykerinos-Pyramide und der Chephren-Pyramide
ist die Cheops-Pyramide nicht nur das älteste sondern auch das letzte
noch existierende Weltwunder der Antike. Zudem war sie rund 4000 Jahre
lang das höchste Gebäude der Erde bis sie im 14. Jahrhundert von der
Lincoln Kathedrale in England übertroffen wurde.
Nach ihrer Schwester, der Cheops-Pyramide ist die Chephren-Pyramide die zweithöchste Pyramide von Gizeh sowie die zweithöchster aller ägyptischen Pyramiden. Die Tatsache, dass sie höher als die Cheops-Pyramide erscheint liegt daran, dass sie auf einem etwas höheren Untergrund errichtet wurde. Auch sie wurde in der 4. Dynastie im Alten Reich um das Jahr 2550 v. Chr. errichtet.
Die ursprüngliche Höhe betrug 143,5 Meter, heute misst die Chephren-Pyramide allerdings nur noch 136,4 Meter. Vor dem beeindruckenden Grabgebäude des Pharao Chephren befindet sich ein ebenfalls bemerkenswertes Bauwerk, die die große Sphinx von Gizeh. Sie ist die mit Abstand größte und berühmteste Sphinx in ganz Ägypten. Die Mykerinos Pyramide gehört zu den drei weltberühmten Pyramiden von Gizeh, welche das letzte erhaltene der einmal sieben Weltwunder der Antike darstellen. Die Mykerinos Pyramide ist dabei mit ihren gerade einmal 65 Metern die mit Abstand kleinste der drei Pyramiden. Im Gegensatz dazu kommt die Cheops Pyramide auf eine Höhe von 146 Metern und die Chephren Pyramide erreicht 143 Meter.
Wie auch die beiden anderen Bauwerke wurde die Mykerinos Pyramide in der 4. Dynastie also zwischen 2540 bis 2520 vor Christus errichtet. Sie diente als Grabstätte des Pharaos Mykerinos, welchem sie auch ihren Namen verdankt. Die Tatsache, dass die Granitplatten, welche zur Verkleidung verwendet wurden, nicht bearbeitet wurden, lässt darauf schließen, dass der König vor der Fertigstellung seines Grabmahls verstarb.
Sphinx
Neben den Pyramiden ist die Sphinx von Gizeh wohl das bekannteste Wahrzeichen Ägyptens. Die Statue mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Menschen fasziniert Besucher seit jeher. Besonders charakteristisch ist die fehlende Nase der Sphinx. Bis heute ist nicht ganz klar, wann genau das 20 Meter hohe und knapp 74 Meter lange Kunstwerk entstanden ist. Allerdings weiß man, dass die Sphinx aus Kalkstein gemeiselt wurde, der bereits an dieser Stelle vorhanden war. Zum Glück für die heutigen Besucher war die Sphinx viele Jahrhunderte bis auf den Kopf mit Sand bedeckt, was zu ihrer Erhaltung beigetragen hat. So können Touristen aus aller Welt dieses einzigartige Kunstwerk noch heute bewundern.
Museum für Ägyptische Zivilisation
Das Museum für Ägyptische Zivilisation (National Museum of Egyptian Civilization, kurz NMEC) befindet sich im Kairoer Stadtteil Fustat im Süden der Stadt und zählt zu den bedeutendsten Museen des Landes. Es wurde 2021 offiziell eröffnet und präsentiert die Geschichte Ägyptens von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart. Mit seiner modernen Architektur und den weitläufigen Ausstellungsräumen zieht es Besucher aus aller Welt an, die das kulturelle Erbe des Landes umfassend erleben möchten.
Es zeigt über 50.000 Exponate, die die Entwicklung der ägyptischen Zivilisation in all ihren Epochen beleuchten – von den Pharaonen über die griechisch-römische Zeit bis hin zum islamischen und modernen Ägypten. Besonders bekannt ist das NMEC für die „Royal Mummies Hall“, in der die Mumien berühmter Pharaonen wie Ramses II. und Königin Hatschepsut eindrucksvoll inszeniert präsentiert werden.
Sehenswert sind auch die thematischen Galerien, die sich mit dem Alltagsleben, dem Handwerk, der Schrift, der Religion und der Architektur verschiedener Epochen befassen. Multimediale Präsentationen und moderne Museumstechnik ergänzen das Erlebnis.
Karnak-Tempel
Eines der eindrucksvollsten und größten religiösen Bauwerke der Antike ist der Tempel von Karnak. Er war über viele Jahrhunderte das wichtigste religiöse Zentrum des alten Ägypten und liegt in Luxor am Ostufer des Nils. Mit einer Fläche von ca. 30 ha ist der Tempelkomplex einer der größten sakralen Baukomplexe der Welt. Er setzt sich aus mehreren Tempelbezirken zusammen, von denen der Bezirk des Amun der größte ist.
Hier befindet sich auch der berühmte Amun-Tempel. Er beeindruckt durch seine gewaltigen Säulen und monumentalen Bauwerke. Besonders bekannt ist die Große Säulenhalle, getragen von 134 gewaltigen Säulen, einige bis zu 23 Meter hoch. Dieses Meisterwerk der altägyptischen Architektur wurde unter Sethos I. und Ramses II. erbaut.
Heute gehört die Tempelanlage von Karnak zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Ägypten.
Tempel von Luxor
Der Tempel von Luxor zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Alten Ägypten und befindet sich im Herzen der Stadt Luxor, dem ehemaligen Theben, am Ostufer des Nils. Er wurde hauptsächlich während der Herrschaft von Pharao Amenophis III (etwa 1390 - 1353 v. Chr.) errichtet und später von Ramses II (etwa 1279 - 1213 v. Chr.) ausgebaut. Im Altägyptischen wurde er Ipet-resyt genannt, was „Heiligtum des Südens“ bedeutet. Der Tempel war dem Gott Amun-Re, seiner Gattin Mut und ihrem Sohn Chons geweiht, die zusammen die thebanische Triade bildeten. Das Bauwerk beeindruckt durch seine monumentale Architektur. Besonders hervorzuheben ist der gewaltige Eingangspylon von Ramses II., der mit Reliefs seiner militärischen Erfolge geschmückt ist. Ursprünglich standen hier zwei Obelisken, von denen heute nur noch einer an Ort und Stelle steht. Der andere ist auf dem Place de la Concorde in Paris zu bewundern. Eine besondere Verbindung bestand zwischen dem Luxor-Tempel und dem etwa 2,5 Kilometer entfernten Karnak-Tempel. Beide waren durch eine prächtige Sphinxallee miteinander verbunden. Innerhalb der Anlage befinden sich der imposante Säulenhof von Ramses II., eine große Säulenhalle von Amenophis III. mit 14 massiven Papyrusbündelsäulen sowie das Allerheiligste mit dem später von Alexander dem Großen restaurierten Amun-Heiligtum. Der Tempel spielte im religiösen Leben des alten Ägypten eine zentrale Rolle. Besonders wichtig war das jährliche Opet-Fest, bei dem die Statue des Gottes Amun in einer feierlichen Prozession vom Karnak-Tempel zum Luxor-Tempel zur Erneuerung des göttlichen Bandes mit dem Pharao getragen wurde.
Heute gehört der Tempel von Luxor zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist eine der am meisten besuchten Sehenswürdigkeiten in Ägypten.
Besonders beeindruckend ist ein nächtlicher Besuch, wenn kunstvolle Beleuchtung die mächtigen Säulen und Statuen mystisch erscheinen lässt.
Memnonkolosse
In der Ruinenstätte Theben befinden sich neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem Tal der Könige, dem Tempel Ramses III und dem Totentempel der Hatschepsut auch die beeindruckenden Memnonkolosse. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert und beeindrucken vor allem mit ihrer Größe von mehr als 17 Metern Höhe. Zwar sind beide Statuen stark beschädigt, dennoch kann man ihre einstige Schönheit und Ausdrucksstärke erahnen.
Die Memnonkolosse stellen den König Amenophobis III dar, welcher auf seinem Thron sitzt und in Richtung Nil blickt. Majestätisch thront er und wacht über die umliegende Umgebung. Gefertigt wurden die imposanten Statuen aus Quarzit, sie waren ursprünglich einmal 21 Meter hoch. Wer die alte Nekropole Theben besucht, kann die riesigen Memnonkolosse gar nicht verfehlen.
Tal der Könige
Das berühmte Tal der Könige befindet sich in Theben-West, gegenüber dem Ort Karnak, am Rande der Wüste. Sie war im alten Ägypten eine Nekropole, bis heute wurden hier 63 Gräber und Gruben entdeckt.
Das Tal der Könige gehört zu den bedeutendsten Touristenattraktionen in Ägypten, vor allem das Grab des Tutanchamun, die Memnonkolosse und der Tempel der Hatschepsut sind wichtige Anziehungspunkte. Unweit des Tals der Könige befindet sich das ebenfalls sehr sehenswerte Tal der Königinnen.
Aus konservatorischen Gründen und um die Königsgräber vor einer weiteren Zerstörung zu bewahren dürfen nur einige wenige Gräber besichtigt werden, man plant aber von den wichtigsten, wie beispielsweise das des Sethos I. originalgetreue Kopien zu erstellen.
Doppeltempel von Kom Ombo
Der Doppeltempel von Kom Ombo, eine der bedeutendsten Stätten der ägyptischen Antike, erhebt sich majestätisch an den Ufern des Nils. Der Tempel wurde in ptolemäischer Zeit errichtet und ist dem Krokodilgott Sobek und dem falkenköpfigen Sonnengott Haroeris geweiht. Er ist einer der wenigen Doppeltempel Ägyptens, die zwei Gottheiten gemeinsam verehren. Der Tempel liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Assuan in der Stadt Kom Ombo am Ufer des Nils. Bemerkenswert ist seine Architektur, die aus zwei identischen Tempelhälften besteht, jede einem anderen Gott geweiht. Das Bauwerk ist symmetrisch angelegt und mit aufwändigen Reliefs, Säulen und Hieroglyphen verziert. Die Tempelwände sind mit detaillierten Reliefs und Hieroglyphen geschmückt, die mythologische Geschichten, Opferzeremonien und Heilbehandlungen darstellen. Diese Inschriften geben einen Einblick in das religiöse Leben und die medizinische Praxis im alten Ägypten. Überreste von Krokodilen, die einst als heilige Tiere verehrt wurden, wurden in der Nähe des Tempels gefunden. Sie lassen erahnen, welche religiösen Praktiken und Rituale mit dem Tempel verbunden waren. Heute ist der Doppeltempel von Kom Ombo nicht nur eine beliebte Touristenattraktion, sondern stellt auch ein wichtiges kulturelles Erbe Ägyptens dar.
Horus-Tempel
Der Horus-Tempel, auch als Tempel von Edfu bekannt, ist ein prächtiges altägyptisches Bauwerk. Er befindet sich in der Stadt Edfu am Westufer des Nils. Der Tempel ist dem Falkengott Horus gewidmet, einer der wichtigsten Gottheiten des ägyptischen Pantheons. Er diente als Kultstätte für Horus. Der in ptolemäischer Zeit (237-57 v. Chr.) erbaute Horustempel gilt als einer der besterhaltenen altägyptischen Tempel. Die Säulenhallen und Innenhöfe des Tempels erstrecken sich über weite Flächen und werden von imposanten Säulenreihen gesäumt, die mit kunstvollen Verzierungen eine erhabene Atmosphäre schaffen
Die Wände des Tempels sind mit kunstvollen Reliefs und Hieroglyphen verziert, auf denen Geschichten aus der ägyptischen Mythologie und religiöse Rituale dargestellt sind.
Diese Inschriften geben uns einen wichtigen Einblick in die religiösen Vorstellungen und die religiöse Praxis der alten Ägypter.
Der Horus-Tempel war ein wichtiger Schauplatz für religiöse Feste und Zeremonien, darunter das jährliche "Opferfest der Schlacht", mit dem der Sieg des Horus über den Gott Seth gefeiert wurde. Diese Feste waren Anziehungspunkt für Pilger aus dem ganzen Land und spielten eine zentrale Rolle im religiösen Leben des alten Ägyptens. Heute ist der Horus-Tempel eine der Haupttouristenattraktionen Ägyptens und zieht Besucher aus aller Welt an, die die faszinierende altägyptische Geschichte und Architektur erleben wollen. Der Tempel ist teilweise restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich.
Assuan-Staudamm
Einige Kilometer stromaufwärts der Stadt Assuan trifft man auf den Assuan-Staudamm, der auch es-Sadd el-Ali genannt wird. Baubeginn war im Januar 1960, eröffnet wurde er dann über 10 Jahre später im Juli 1970. Der Aswan Damm verfügt über beachtliche Ausmaße. Mit einer Höhe von 111 Meter und einer Länge von 3,6 Kilometer ist er ein wahres Wunderwerk der Technik und war bei der Fertigstellung die größte Staumauer weltweit. Auf einer Rundreise durch Ägypten sollte ein Besuch des Assuan-Staudamms nicht fehlen, denn dem Besucher bietet sich beim Blick von der Staumauer ein grandioser Ausblick. An seinem westlichen Ende befindet sich ein Betondenkmal in Form einer Lotusblüte. Es ist ein Symbol für die Freundschaft zwischen Ägypten und Russland und ein beliebtes Fotomotiv. Von der Aussichtsplattform, die eine Höhe von 74 Meter erreicht, hat man den besten Blick über den Staudamm und auch den See.
„Der Assuan-Staudamm ist nicht einfach nur ein Damm – er ist das Rückgrat moderner ägyptischer Wasserwirtschaft“, erklärt Dr. Mohamed Wiloah mit ernster Miene, während er auf eine Karte des Nassersees zeigt. Der in den 1960er Jahren erbaute Staudamm misst über 3,8 Kilometer in der Länge und staut den Nil zu einem der größten künstlichen Seen der Welt – dem gewaltigen Nassersee mit bis zu 168 Milliarden Kubikmetern Wasser. „Er zähmt den Nil“, schwärmt Wiloah, „und gibt Ägypten Sicherheit vor Dürre und Flut.“ Mit seinen 2.100 Megawatt versorgt der Damm das Land mit Strom und ermöglicht das ganze Jahr über Bewässerung für Millionen Hektar Land. Doch nicht alles ist perfekt. Die Ablagerung von fruchtbarem Nil-Schlamm bleibt nun aus, Küstenerosion setzt dem Delta zu – und auch der Preis war hoch: Tausende Nubier mussten umgesiedelt, Tempel wie Abu Simbel aufwendig verlegt werden. „Technischer Triumph, kultureller Balanceakt“, fasst Dr. Wiloah zusammen – und man merkt: Der Damm ist mehr als nur ein Bauwerk – er ist ein Symbol für Fortschritt mit Schattenseiten.
Nasser See
Der Nasser-Stausee, auch Assuan-Stausee genannt, ist ein riesiges künstlich angelegtes Gewässer, das sich über den südlichen Teil Ägyptens und den nördlichen Teil des Sudans erstreckt. Entstanden ist der See durch den Bau des Assuan-Staudamms in den 1960er Jahren. Ein beeindruckendes Ingenieursprojekt, dessen Ziel es war, Überschwemmungen zu kontrollieren, Wasser für die Bewässerung bereitzustellen und elektrische Energie zu erzeugen. Mit 5.250 Quadratkilometern Fläche ist der Nassersee einer der größten Stauseen der Welt. Er erstreckt sich von Ägypten bis in den Sudan über eine Länge von rund 550 Kilometern. Der See spielt eine zentrale Rolle für die Wasserversorgung und für die Bewässerung in den beiden Ländern. Das gestaute Wasser wird sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Trinkwasserversorgung und die Stromerzeugung genutzt. Für Touristen bietet der Nassersee eine Vielzahl von Attraktionen. Die antiken Tempel, die malerischen Dörfer und die beeindruckende Landschaft entlang des Ufers des Sees ziehen Besucher aus der ganzen Welt an. Ein beliebtes Ausflugsziel ist eine Fahrt mit dem Boot auf dem See.
Durch den Bau des Staudamms konnten mehrere antike Stätten gerettet werden, zu denen auch der berühmte Tempel von Abu Simbel gehört.
Diese historischen Stätten wurden zum Schutz vor dem Anstieg des Wasserspiegels umgesiedelt.
Der Nassersee hat auch ökologische Auswirkungen: Er bietet Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten und fördert die Entwicklung der Fischereiindustrie in der Umgebung. Insgesamt ist der Nassersee ein herausragendes Beispiel menschlicher Ingenieurskunst und ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen.
Tempelkomplex mit Tempel Philae
Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts befand sich auf der malerischen Insel Philae, nahe der Stadt Assuan in Oberägypten, der gleichnamige Tempelkomplex. Mit dem Bau des Assuan Staudammes änderte sich dies allerdings, denn heute ist die beschauliche Insel überflutet. Doch der imposante Tempelkomplex von Philae konnte gerettet werden, er wurde rund 600 Meter weiter nordwestlich auf das höher gelegene Gelände der Insel Agilkia umgesiedelt.
Der Tempel von Philae wird häufig auch Hut-chenti oder Haus des Anfangs genannt, das bedeutendste Bauwerk des gesamten Komplexes ist der Isis-Tempel, welcher der gleichnamigen Göttin geweiht ist. Um diesen Tempel herum befinden sich zahlreiche weitere, kleinere Bauwerke. Bis heute ist lässt sich die Entstehung des beeindruckenden Tempelkomplexes nicht genau datieren, die ältesten Belege gehen aber zurück bis in das 4. Jahrhundert vor Christus.
Hängende Kirche
Auf einer Rundreise durch das Land der Pharaonen ist die Hängende Kirche in Kairo ein absolutes Must-see. Sie gilt als die berühmteste koptische-orthodoxe Kirche Kairos und als eine der ältesten christlichen Kirchen Ägyptens. Die Hängende Kirche ist der Heiligen Jungfrau Maria geweiht und sie wurde bereits im 3. Jahrhundert erbaut. Um die Kirche zu besichtigen, muss man 29 Treppen besteigen. Im Inneren der Kirche befinden sich etwa 110 Ikonen, die älteste stammt aus dem 8. Jahrhundert. Das Hauptaltarbild zeigt verschiedene Varianten des koptischen Kreuzes aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Über dem Altar befinden sich weitere Ikonen, in der Mitte wird Christus auf dem Thron dargestellt, auf den Seiten sind die Gottesmutter Maria und weitere Heilige dargestellt. Im 11. bis zum 13. Jahrhundert war die Hängende Kirche in Kairo der Sitz des koptischen Patriarchen von Alexandrien. Bis ins 14. Jahrhundert wurden hier Patriarchen gewählt und geweiht, viele sind auch hier begraben. Gebaut wurde die Kirche auf dem Südtor der ehemaligen römischen Festung Babylon, sie scheint auf den Mauern zu hängen, was ihr auch den Beinamen "Hängende Kirche" gab.
Zitadelle von Saladin
Die Zitadelle von Saladin, eins der größten Monumente mittelalterlicher Kriegsführung. Es ist für Besucher fast unmöglich, diese majestätische Zitadelle in Kairo & Umgebung zu verpassen. In der markanten Festung findet man drei Moscheen, darunter die eindrucksvolle Muhammad-Ali-Moschee. Außerdem gibt es noch ein Militär- sowie ein Kutschen- und Gartenmuseum. Die Museen sind alle einen Besuch wert. Besucher dürfen sich auf den Befestigungsanlagen frei bewegen und können von oben eine spektakuläre Aussicht genießen. Der eindrucksvolle Gawhara-Palast wird ebenfalls in der Zitadelle beherbergt. Er wurde nach Muhammad Alis letzter Frau Gawhara Hanem benannt. Der Palast wurde im Jahr 1814 erbaut und diente als Privatresidenz des ägyptischen Herrschers. Die Wände sind mit prachtvollen goldenen Inschriften verziert. In der Uhrenhalle wurden die Wände in der Form einer Uhr dekoriert, was sehr außergewöhnlich ist. Auf einer Rundreise durch dieses beeindruckende Land sollte ein Besuch der Zitadelle von Saladin immer mit eingeplant werden.
Grand Egyptian Museum
Grand Egyptian Museum: Das größte archäologische Museum der Welt am Gizeh-Plateau
Das Grand Egyptian Museum (GEM) in Gizeh ist mit 81.000 m² Grundfläche das weltweit größte archäologische Museum und beherbergt rund 50.000 altägyptische Exponate auf einer Gesamtfläche von 50 Hektar. Nur zwei Kilometer von den weltberühmten Pyramiden von Gizeh entfernt gelegen, wurde das Museum nach 15-jähriger Bauzeit im Februar 2024 fertiggestellt und öffnete seine Hauptgalerien im Oktober 2024 im Probebetrieb. Die spektakuläre 800 Meter lange Frontfassade aus transparenten Alabaster-Platten nach dem Sierpinski-Dreieck-Prinzip macht das Museum bereits von außen zu einem architektonischen Meisterwerk. Im imposanten Atrium empfängt Besucher die 82 Tonnen schwere Kolossalstatue von Ramses II., während die große Haupttreppe von monumentalen antiken Statuen gesäumt wird.
Hauptattraktion des Grand Egyptian Museum ist die weltweit erste nahezu vollständige Ausstellung der Grabbeigaben von König Tutanchamun mit etwa 5.000 Objekten, die zuvor aus Platzmangel nie komplett im Ägyptischen Museum Kairo gezeigt werden konnten. Das Museum vereint Exponate aus ganz Ägypten, darunter zwei kolossale Granitstatuen aus der versunkenen Hafenstadt Herakleion sowie bedeutende Artefakte aus Luxor, Alexandria und weiteren historischen Stätten. Mit modernsten Restaurierungslaboren, einem Kindermuseum, Kongresszentrum und internationaler Unterstützung durch renommierte Institutionen wie das British Museum, den Louvre und das Museo Egizio Turin setzt das GEM neue Maßstäbe in der Präsentation altägyptischer Kulturschätze und etabliert sich als kulturelles Zentrum von Weltrang für Touristen, Forscher und Ägypten-Enthusiasten.
Kairo
Kairo, die pulsierende und historisch bedeutende Millionenmetropole am Nil ist sowohl die Hauptstadt Ägyptens als auch die der arabischen Welt. Mit ihren mehr als 16 Millionen Einwohnern ist sie zudem die größte Stadt des afrikanischen Kontinents. Sie befindet sich im Nordosten des Landes und nimmt eine Fläche von 214 Quadratkilometern ein. Natürlich gehört Kairo während einer Rundreise durch Ägypten ohne Zweifel zu den Orten die man unbedingt gesehen haben muss. Bereits 1979 ernannte die UNESCO die Altstadt Kairos zum Weltkulturerbe. Zu ihren Hauptattraktionen gehört der Fernsehturm, die Ben Ezra Synagoge, der Turm von Al-Dschasira und der Tahir Platz.
Zudem beheimatet Kairo mehr als 100 Moscheen von denen die Sultan-Hasan-Moschee, die Al-Rifa'i-Moschee, die Oman-Makran-Moschee, die Ibn-Tulun-Moschee, die Azhar- und die Al-Hakims-Moschee sowie die auf der Zitadelle befindliche Mohammed-Ali-Moschee zu den bekanntesten gehören. Diese Zitadelle wurde im Jahre 1176 im Auftrag des Sultan Saladin errichtet.
Unweit der Stadt befinden sich auch die berühmten Pyramiden von Gizeh, sie sind das einzig erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und gehören zu den bekanntesten Bauwerken der Menschheit. Die Ägypter selbst nennen die Pyramiden El Ahram zu Deutsch „die Heiligtümer“. Der Name Kairo bedeutet im Übrigen „die Starke“ oder „die Eroberin“.
Gizeh
Nach der Hauptstadt Kairo und der Metropole Alexandria ist Gizeh die drittgrößte Stadt Ägyptens, sie zählt etwa 3,3 Millionen Einwohner und gehört zur Metropolregion Kairo. Die Stadt liegt am Westufer des Nils, etwa 20 Kilometer südwestlich der Innenstadt Kairos und ist berühmt für ihre historisch bedeutenden Bauwerke zu denen die Pyramiden von Gizeh (Pyramide des Mykerinos, Chephren Pyramide und die Cheops oder Große Pyramide), die Sphinx und die Nekropole von Gizeh gehören.
Sowohl die Pyramiden als auch die Nekropole von Gizeh gehören seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe, zudem sind die weltberühmten und imposanten Pyramiden von Gizeh das einzige erhaltene der Weltwunder der Antike. Weiterhin zählen sie zu den ältesten und gleichzeitig bekanntesten Bauwerken der Menschheit.
Luxor
Luxor liegt am östlichen Ufer des Nils im Süden Ägyptens und hat rund 500.000 Einwohner.
Die Stadt gilt als eines der bedeutendsten archäologischen Zentren der Welt und wird oft als das „größte Freilichtmuseum“ bezeichnet. Hier finden sich auf engem Raum Zeugnisse mehrerer Jahrtausende ägyptischer Geschichte.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Tempelanlagen von Karnak und der Luxor-Tempel. Sie sind durch eine historische Sphinxallee miteinander verbunden. Auf der Westseite des Nils locken das Tal der Könige mit den Gräbern der Pharaonen – darunter das Grab von Tutanchamun – sowie der Tempel der Hatschepsut und die gewaltigen Memnonkolosse.
Luxor ist ein wichtiger Ausgangspunkt für Nilkreuzfahrten und bietet neben lebendigen Basaren auch traditionelle Felukenfahrten. Auf einzigartige Weise verbindet die Stadt altägyptische Kultur mit dem heutigen Leben am Nil.
Kom Ombo
In Oberägypten, direkt am Ufer des Nil, befindet sich der rund 75.000 Einwohner zählende Ort Kom Ombo. Die Stadt liegt nur etwa 40 Kilometer nördlich von Assuan. Zu einem beliebten Touristenziel wurde Kom Ombo vor allem wegen seines imposanten Doppeltempels, welcher sich ganz majestätisch direkt am Nilufer erhebt. Die Ruinen dieses beeindruckenden Bauwerks waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum Großteil mit Sand bedeckt und wurden erst dann freigelegt und restauriert. Leider konnte das große Mammisi (Geburtshaus), welches bis ins 19. Jahrhundert hinein vor dem Tempel stand nicht wieder errichtet werden, da es von einer gewaltigen Nilschwemme zerstört wurde.
Edfu
Edfu liegt etwa 100 km südlich von Luxor zwischen Esna und Assuan am Westufer des Nils. Edfu ist heute eine mittelgroße Stadt, die vor allem durch die Landwirtschaft und den Tourismus eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region hat. Bekannt ist die Stadt vor allem für den gut erhaltenen Tempel des Horus von Edfu.
Die berühmte Ruine des Horustempels, welcher auch häufig nur Tempel von Edfu genannt wird, befindet sich am westlichen Stadtrand von Edfu, ist allerdings nicht die einzige Sehenswürdigkeit der Stadt.
Eine weitere stellen die Ruinen der antiken Stadt dar. Bei der Ausgrabung von Teilen der antiken Stadt wurden zudem Häuser aus der griechischen, römischen und byzantinischen Zeit gefunden.
Assuan
Die südlichste Stadt Ägyptens ist Assuan, deren Verwaltungsgebiet des gleichnamigen Gouvernements bis an die Grenze zum Sudan heran reicht. Der rund 280.000 Einwohner zählende Ort erstreckt sich am östlichen Ufer des Nils.
Besondere Berühmtheit erlangte die Stadt durch den in der Nähe errichteten Assuan-Hochdamm, dessen Bau zur Folge hatte, dass zahlreiche Dörfer sowie der Tempel Abu Simbel umgesiedelt wurden. Dies war notwendig, da die Dörfer und das einzigartige Kulturdenkmal sonst vom Stausee überflutet worden wären.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das Assuan Museum, das Nubische Museum, die Erzengel-Michael-Kathedrale, der Fatimidische Friedhof, das Mausoleum des Aga Khan und die Nekropole der Herrscher von Elephantine.
Insel Agilkia
In der Nilregion in Südägypten liegt die Insel Agilkia im Stausee des Old Assuan Dam. Besucher können die Insel über den unteren Teil des Assuan-Staudammes mit einem Motorboot erreichen. Eine wunderschöne Insel, auf der man während einer Rundreise den Tempel von Philae in die Besichtigungen mit einplanen sollte. Im Jahr 1902 wurde der Komplex durch den Bau des alten Staudamms teilweise überflutet. Der Tempel von Philae war der Göttin Isis gewidmet und musste durch den Bau des Staudamms auf die Insel Agilkia umziehen. Er ist in der griechisch-römischen Zeit entstanden und befindet sich jetzt 3 Kilometer südlich des alten Staudamms. Eins der letzten großen Heiligtümer der altägyptischen Religion präsentiert noch in der heutigen Zeit die ungeheure Baukunst der Ägypter. Ein Besuch am Abend ist besonders empfehlenswert, denn dann kann man an einer zauberhaften Musik- und Lichtshow teilnehmen, die unvergessliche Eindrücke hinterlassen wird.
Länderinfo
Ägypten (EG)
Ägypten liegt im Nordosten von Afrika. Es ist flächenmäßig knapp dreimal so groß wie Deutschland und die Geburtsstätte einer der ältesten Kulturen der Welt. Das fortschrittliche Land ehrt bis heute die einstigen Herrscher, die Pharaonen, die Ägypten zu einem reichen Erben von zahllosen imposanten Bauwerken machten. So zum Beispiel die Pyramiden und die Sphinx, diese sogenannten „Wunderwerke der Architektur“ zählen zu den bekanntesten Bauwerken der Erde und gehören zu den Weltwundern der Menschheit. Für Geschichtsliebhaber ist das Land als Reiseziel besonders gut geeignet, da mit den Pyramiden von Gizeh, Abu Simbel oder der Tempel von Luxor geschichtliches Kulturerbe gesehen werden kann.
Das wichtigste für die Ägypter ist ohne Zweifel der Nil, denn ohne ihn könnte das Land nicht existieren.
Zu beiden Seiten des Nils breitet sich die Sahara aus, welche mit 9,2 Mio qm die größte Trockenwüste der Welt ist.
Kairo ist mit 19,5 Millionen Einwohnern nicht nur Ägyptens Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt Afrikas. In ihr existieren die orientalische Gelassenheit und das hektische Leben einer Großstadt nebeneinander.
Ägypten gewinnt jedes Jahr neue Touristen, da die humanen Preise einen Luxusurlaub mit viel Kultur zulassen.
Besonders bietet sich eine Kombination aus Rundreise, Nilkreuzfahrt und anschließendem Badeurlaub an. Sie sorgt für einen abwechslungsreichen Aufenthalt, mit interessanten Erkundungen und Abenteuer. Weiterhin bietet sie Erholung und gibt dem Reisenden die Gelegenheit, das Erlebte zu verarbeiten und Revue passieren zu lassen.
Beste Reisezeit: Ägypten kann man je nach Vorhaben ganzjährig bereisen. Dabei ist die beste Reisezeit für Rundreisen von Oktober bis März und zum Baden von Mai bis Oktober.
Klima: Es herrscht in allen Teilen des Landes ein Wüstenklima, wobei die Tages-und Nachttemperaturen stark schwanken. Es gibt nur wenige Regentage im Jahr.
Aktuelle Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige und
medizinische Hinweise sowie sonstige wichtige Informationen finden Sie
unter folgendem Link:
Wir
weisen darauf hin, dass rechtsverbindliche Informationen und/oder über
diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen
nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des
jeweiligen Reiselandes einzuholen sind.
Wichtiger Hinweis: Der Reisende selbst ist für die Erfüllung der am Tag der Abreise geltenden Einreisebestimmungen verantwortlich.
Währung: Ägyptischer Pfund = 100 Piaster
Flugdauer: ca. 4 Stunden (nonstop)
Ortszeit: MEZ + 1
Gut zu wissen: Respektieren Sie den Islamischen Glauben und begegnen Sie den Menschen mit Achtung. Nichtmuslimen ist es untersagt eine Moschee zu betreten.
Tragen Sie stets Kleidung, welche die Arme und die Beine bedeckt. Kurze Hosen sind nur am Strand erlaubt.
Weiterhin ist Trinkgeld für erbrachte Leistungen in Ägypten gerne gesehen.
Sollten Sie mit dem Taxi fahren wollen wird erwartet, dass Sie den Preis vor Beginn der Fahrt aushandeln.
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